Galerie TierART

Medizin ist eine Kunst und Kunst ist Medizin   

Unter diesem Motto zeigen wir in Form von Wechselausstellungen in unserer Kleintierpraxis in Riggisberg Bilder von Künstlerinnen und Künstlern der Region. Die Medizin ist für Ihr Tier, die Kunst ist für Sie! Erfreuen Sie sich an den tierisch guten Bildern zu Themen rund um Tier, Mensch und Natur. 

Im Raum der Galerie TierART werden auch Informationsveranstaltungen für unsere Kundinnen und Kunden stattfinden. Und Sie können den Raum auch für Anlässe mieten.


 Foto Ausstellung

"Der Gantrisch und die Schindelmacher"

 




Vernissage: Samstag, 30. November 2019, 14.00 Uhr


Fotoausstellung „Der Gantrisch und die Schindelmacher“

 

Die Ausstellung ist eine Foto-Reportage, also keine Foto-Kunstausstellung.

 

Zu der Ausstellerin Susanna Philipona (-Riesen)

 

In Riggisberg geboren, dort in einem Holzhaus aufgewachsen, waren Gurnigel, Gantrisch, Gantrischseeli, untere und obere Gantrischhütte, Bürglen, Morgete, und Bire, die Hausberge meiner Familie. Auch wenn ich lange Zeit weg war von zu Hause, diese Berge sind mir bis heute nie verleidet, eher das Gegenteil, ich bin richtig verknallt in diese Region. Zudem waren die damaligen Betreiber der Gantrischhütten Arbeitskollegen meiner Eltern. Bereits als Schulmädchen konnte ich in der oberen Gantrischhütte mithelfen, Schöggelis und Milch zu verkaufen. Holz hat mir bereits als Kind gefallen. Wir lebten in einem Holzhaus, hatten auch Spielzeuge aus Holz und meine ersten Skier wurden von einem Schreiner angefertigt. Zu meiner Leidenschaft für Holz kam im Laufe der Jahre auch die Liebe zu Steinen und Glas. Das Holz ist jedoch immer wieder in den Vordergrund getreten. So habe ich mehrheitlich in Häusern aus viel Holz gelebt. Dazu kam dann der Gantrisch, dessen Hut ich seit 16 Jahren von meiner Wohnung aus beobachten kann.

Fotografiert habe ich ab dem 11. Altersjahr, mit einem Familienfotoapparat, der uns von einer Tante geschenkt wurde. Bis 2009 hatte ich nie eine eigene Kamera. Fotografiert habe ich auch nie regelmässig und wenn, mit Einwegkameras. 2009 habe ich dann die Digitalkamera meiner verstorbenen Mutter geerbt und von da an auch mehr fotografiert. Meine Grundregeln waren von Anfang an klar: nie Bearbeitung – entweder das Bild ist so wie ich es gesehen habe und so wie es mir gefällt und kommt in die Sammlung, oder es wird vernichtet. So kamen immer mehr Bilder vom Gantrisch und der Region Gantrisch hinzu. 2003 hat dann ein junger Hobbyfotograf gemeint: „Du solltest mehr fotografieren“. Später hat ein Freund zu mir gesagt: „Du hast das Auge“. Das hat mich motiviert und so habe ich immer mehr Bilder in meiner Sammlung abgelegt.


Wo alles begann


Ab 2011 hatte ich beruflich in der Burst- und in der Süftenenhütte zu tun. So kam es, dass diese grauschwarzen Schindeln meine Aufmerksamkeit weckten und als ich diese näher betrachtete, erinnerte ich mich plötzlich daran, dass vor vielen Jahren am Elternhaus die Wetterfassade geschindelt war und genau so aussah und sich genau so anfühlte wie diese Schindeln. Von da an war es um mich geschehen. Ich lichtete vor allem die Bursthütte immer wieder ab und hielt die dortigen Wetterstimmungen fest.

2012 bekam ich dann das Buch über die Schindelei und da habe ich mich zum ersten Mal gefragt: „Auf was wartest du noch bis du anderen zeigst, was du alles abgelichtet hast und ihnen berichtest, was das um die 2000 Jahre alte Handwerk alles bietet?“ Also habe ich einen Lunch in der Bursthütte organisiert und den damaligen Hüttenwart, Christian Pfeuti – er hat dort einen Teil seiner Kindheit verbracht - sowie den Schindelmacher „Schingle-Wernu“ (Werner Riesen) dazu eingeladen.

Im 2013 wurde dann die Fassade der Süftenenhütte neu geschindelt und ich war fasziniert von dem Resultat, habe sie aus allen Winkeln fotografiert. Und da war auch noch die Talseite der Rütiplötschbrücke, die gerade neu geschindelt wurde. Dann hat mich Gantrisch Tourismus angefragt, ob ich für die Internet-Plattform vom Innern der beiden Hütten, damals noch Ferienlager, Bilder liefern könnte, was ich dann auch gemacht habe.

 

Zu der Ausstellung

 

Am 26. November 2018, Tag des Holzschlags wo ich dabei sein konnte, habe ich dann Ursula Ohnewein die Fotoausstellung „Der Gantrisch und die Schindelmacher vorgeschlagen. Sie war hell begeistert und ich begann meine diesbezügliche Arbeit.

Es sollte eine Foto-Reportage über die Schindelei im Gantrischgebiet werden. Für mich das Kombi-Paket bestehend aus meiner Lieblingsregion und des uralten Handwerks, welches mich fasziniert. Viele Bilder waren bereits in meiner Sammlung. Nun ging es für mich darum, noch mehr über die Arbeitsabläufe in der Schindelei zu wissen und zu sehen. So durfte ich dann vom November 2018 bis und mit Oktober 2019 Schindelmacher vom Gantrischgebiet vom Holzschlag über die Produktion bis hin zur Verlegung der Schindeln begleiten und deren Tätigkeit fotografisch festhalten. In der Ausstellung befinden sich u.a. Bilder aller Objekte 2019 und überall wo es die Sicht auf den Gantrisch gibt, ein Bild dazu. Vor dem Verlegen der Schindeln gibt es vier Hauptabläufe. Diese sind in Fotovorhängen fotografisch dokumentiert.

 

Öffnungszeiten der Galerie  

Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Sa      10.00-12.00 Uhr.